Was gibt´s Neues

Neuer Optikurs erfolgreich beendet

Nach intensiver Vorbereitung, angeleitet durch unsere Vereinskameraden Thomas Keuters und Frank Schlotte, schlossen Anfang Juli dieses Jahres die Jüngsten unseres Vereins ihren ersten Segelkurs erfolgreich ab. Mit bestandener Prüfung wurde jedem Kind der Jüngstensegelschein des DSV ausgehändigt. 

Freude und Stolz der Teilnehmer sprechen aus den Photos für sich selbst. Immerhin waren die Kids mehrere Wochen jeweils sonntagvormittags am Speichersee aktiv in die praktische und theoretische Seite unseres Sports eingebunden. Das ging natürlich  nicht immer ohne Murren und Frust über die Bühne, aber die hervoragende Arbeit der Ausbilder und ihr pädagogisches Händchen haben unsere Jüngsten aus jedem Tief geholt.

Der Vorstand bedankt sich bei allen Teilnehmern und Ausbildern und  wünscht  weiterhin viel Spaß, Erfolg und immer eine Handbreit Wasser unter dem Steckschwert

 

Regatta-Bericht "Geester Glocke" 2011

"Conger? Du meinst Kongo?" - "Nein, Conger! Das Boot, die Jollen-Klasse!"                          Ganz so unkundig habe ich mich natürlich nicht angestellt, als mich unser Segelkamerad Klaus Leisner fragte, ob ich als Schote bei der Regatta am 04./05. Juni am Speichersee mitsegeln wolle. Nein wirklich, denn immerhin liegen am Steg mehrere Conger, mit denen zu segeln ich schon das Vergnügen hatte. Und was ein Schote ist und tut, glaubte ich nach ein paar Jährchen auf H-Jolle, Jeton und Laser auch zu wissen ...                                                                                                                       So gaben sich am Samstag gegen 13.00 Uhr Dieter Weber und Dieter Kunz zum ersten Mal die Hand. In der Steuermannsbesprechung begrüßte unser 1. Vorsitzende Bernd Conen die anwesenden Seglerinnen und Segler, Wolfgang Ledebur als Wettfahrtleiter gab einige weinige Instruktionen. Dann gings in die Boote, erster Start pünktlich 14.00 Uhr. Guter Wind, der allerdings mitunter recht zickig drehte, tolle Sonne, 14 Boote im Feld, in der Hand fest die Schot, was sollte da schon passieren. Aber wie unkundig war ich tatsächlich!

"In Lee, du sitzt in Lee! Jetzt komm man rauf! Piek den Baum ein! Schwert aufholen! Du sitzt in Lee! Piek den Baum aus! In Lee! Hol dicht, bleib in Lee!" Raumschots o.k., aber am Wind in Lee sitzen, die Nase fast im Wasser? Ich hatte reichlich damit zu tun, meinen fockäffischen Trieb nach Luv, raus auf die Kante, rein ins Trapez, zu unterdrücken.                                                                          Und eins muß festgestellt werden: die Einarbeitung für Regatta-Novizen in der Conger-Szene ist katastrophal! Man begrüßt sich, legt ab, holt hier dicht, fiert da auf, drängelt am Start - schon geht´s los. Keine Zeit für Erklärungen ... Dann direkt nach dem Start auf der ersten Kreuz: "bleib in Lee"! Es dauerte eine Weile, bis ich Zeit fand, die Vorschoter der voraus segelnden Konkurrenten zu beobachten, und, wen wundert´s - die saßen in Lee. Nicht immer, aber meistens.

Es dauerte eine noch viel längere Weile, bis ich tatsächlich den Geschwindigkeitsunterschied bemerkte und die Hydrodynamik des Bootes etwas besser verstand. Von da an hatten wir fast immer ein bißchen Krängung und ich wußte: wenn der Steuermann schweigt, ist´s gut.            Ganze vier Läufe fanden am Samstag statt, fünf Stunden dauerte es, bis die Flotte gegen 19.00 Uhr am Steg festmachte. Ein Protest wegen eines Regelverstoßes an der Startlinie wurde verhandelt, ein Boot für den Lauf disqualifiziert und ein Boot kringelte in vorauseilendem Gehorsam, allerdings vollkommen unnötig, denn es war vom Protest gar nicht betroffen. Ganz nach dem Motto: Fairneß ist schön, kostet aber viel Zeit.                                                                                             Trotz allseitiger Erschöpfung wurde dem rustikalen Abendimbiß, Kaltgetränken oder einem Glas Wein rege zugesprochen und manches vom langen Wettsegeln noch diskutiert.

Am Sonntag ging es ab 10.30 Uhr auf dem Wasser weiter. Nach zwei Wettfahrten mit zwischendurch stark abflauendem, dann aber zum Glück wieder auffrischendem Wind war der sportliche Teil erldedigt und alle auswärtigen Boote sausten gleichzeitig zur südwestlichen Slipp-Bahn unseres Sees. Ich war überzeugt, gleich werde es eine riesige Schlägerei geben, wer zuerst slippen dürfe, wer wessen Boot gerammt habe, welcher Trailer wem über die Füße gebrettert sei ... doch nichts davon geschah! "Wir helfen uns gegenseitig", sagte mein Skipper Dieter, und fuhr schnurstracks auf den Deich zu.                                                                              Tatsächlich lief das Slippen wie am Schnürchen, wir alle halfen uns gegenseitig, ein Trailer nach dem anderen in der Reihenfolge des Zieleinlaufs wurde gebracht, "bebootet", rausgezogen und schon kam der nächste dran. Auch das ist Segeln, auch das ist Seemannschaft - und gerade dieses gelebte Miteinander von Kameradschaft hat mich sehr beeindruckt!

Zur Siegerehrung um 14.45 Uhr durch unseren 1.Vorsitzenden versammelten sich alle nochmal im Seglerheim. Den 1. Platz belegten Vater und Sohn Naumann aus Hamburg, Platz 2 errangen die amtierenden Deutschen Meister der Conger-Klasse, Julia Pechstein und Wolfgang Goeken, ebenfalls Hamburg. Unsere Vereinsmitglieder Fritz Walcher und Klaus Leisner kamen auf Platz 10, Christian Abeln und Ute Eberts belegten Platz 13. Der Unterzeichner erreichte mit dem Dieter&Dieter-Boot Platz 7.

Unser (und damit maße ich mir an, für alle teilnehmenden Segler/Innen zu sprechen) besonderer Dank geht an Wolfgang Ledebur und Michael Vollmer auf der "Windrose", die die Regatta vorbildlich geleitet haben, an Fabian Helle, Jan-Hendrick Winkeler, Heinrich und Elsbeth Wallmann für ihren Arbeiseinsatz in der Küche, am Steg, auf dem Motorboot und im Regattabüro; allen ein herzliches "Conger Ahoi!".

 Dieter Kunz